BlogYourPurpose, meine Lebensaufgabe

Inhaltsverzeichnis

1. Meine verlorene Bestimmung
2. Was will ich als Kunstschaffende, Lehrerin für Hebräische Wortbilder und Spiele-Erfinderin bewirken
3. Wie will ich das erreichen
4. Was ist mein Vermächtnis?

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1. Meine verlorene Bestimmung

Darüber zu schreiben, war eine Überwindung und ich habe es niemals so ausgesprochen. Aber an dieser Stelle werde ich es mitteilen. Ein Ende kann ein Anfang sein, heißt es ja und ich hoffe, dass etwas ganz Neues beginnt.
Meine verlorene Bestimmung ist Missionarin. Und das kam so:

Im Jahr 1981, im Alter von 17 Jahren, war die Spitze meiner Suche nach dem Sinn des Lebens erreicht. Diese Suche ging schon mindestens seit 1977, dem Jahr als ich konfirmiert wurde. Ich wollte wissen wofür ich lebe, ob es Gott gibt und ob er mich sieht und liebt. Es war ein wirklich brennendes Fragen, aber keiner der Erwachsenen hatte eine Antwort. Weder die Arbeitskollegen in meiner Friseurausbildung, noch Verwandte oder der Pastor in der Kirche. Mir erschien alles keinen Sinn zu haben. „Arbeiten, Essen, Schlafen, das soll alles sein?“, fragte ich mich. Wozu gibt es 4,5 Milliarden Menschen auf der Welt? Meine Mutter erklärte mir, dass man erst heiratet, dann Kinder bekommt und ein Haus baut. Das ist dann der Sinn des Lebens. „Aber was ist, wenn das Haus fertig und die Kinder groß sind,“ bohrte es in mir.

Im Mai 1981 lud mich eine Freundin zu einer Jugendgruppe von Mennoniten aus Südamerika  ein. Ich stellte es mir sehr langweilig vor und wich ihr aus, um nicht dorthin gehen zu müssen. Im Urlaub ließ sie nicht locker und überredete mich.
Viele junge Leute in meinem Alter empfingen mich in einer lockeren Atmosphäre. Vor allem ein junger Mann und seine Schwester waren sehr freundlich zu mir. Sie nahmen mich so an wie ich war. Danach hatte ich mich schon so lange gesehnt.
Es wurden Lieder gesungen, die mit der Gitarre begleitete wurden, die Bibel wurde gelesen und darüber gesprochen, was dieser Text mit uns zu tun hat. Auch die Liedertexte sprachen mich sehr an. Es war nicht so, als ob die Menschen zu mir sprachen, sondern Gott selbst fing an zu mir zu reden. Gleich am ersten Abend wusste ich, wenn es eine Antwort auf die Suche nach dem Sinn des Lebens geben würde, müsste ich hier weitersuchen, was ich auch tat. Ich hatte an einem Tag versucht so zu leben, wie ich glaubte, dass Gott will, dass ich lebe und musste am Abend zerknirscht feststellen, es nicht geschafft zu haben. Ich ging bereits circa drei Monate in die Jugendstunde. An diesem Abend passierte etwas sehr Prägendes für mein Leben.
Am Ende der Stunde betete jemand immer abschließend, nur dieses Mal waren mir die anderen völlig egal. Ich sah mich selbst mit meinem geistigen Auge in totaler Dunkelheit. Ich sagte zu Gott, wenn das stimmt, dass du nicht willst, dass mein Leben sinnlos ist. Und du deshalb deinen Sohn Jesus für mich auf diese Erde geschickt, dann bitte ich dich, dass du mir meine Schuld vergibst und in mein Leben kommst. Das soll jetzt dir gehören.

In dem Moment, war die ganze schwarze Nacht, in der ich mich sah verschwunden. Ich sah Jesus in hellem, strahlendem Licht im Himmel stehen neben dem Vater. Ich sah, dass er komplett lebendig war. Er ist auferstanden und lebt und man kann Ihm heute begegnen.
Eine riesengroße Freude kam in mein Herz. In mir jubelte ich: Jesus lebt! Jesus lebt!
Es war nicht so, wie ich nach meiner Konfirmation erlebt hatte, wo ich in den Ostergottesdienst ging und ohne irgendeine Berührung oder Freude aus der Kirche so heraus ging, wie ich hinein gegangen war. Nein, jetzt wusste ich aufs Gewisseste, dass Jesus auferstanden ist und lebt!

Jesus lebt

Seit dem, sind sehr viele Dinge in meinem Leben passiert. Höhen und Tiefen. Aber in allem weiß ich jetzt, dass ich zu Ihm kommen und Ihn jederzeit bitten kann, mir zu helfen. Er hat es zugesagt mich niemals zu verlassen. Was für eine Hoffnung!

Diese Hoffnung begeisterte mich so sehr, dass ich mich mit zwanzig Jahren dazu entschied, Missionarin zu werden. Ich wollte in andere Länder gehen und davon weitersagen. Ich besuchte eine dreijährige Bibelschule, um mich dafür ausbilden zu lassen. Dort erfuhr ich sehr viel von anderen Ländern und Kulturen und sprach mit Missionaren aus der ganzen Welt. Mein Wunsch war es nach Südamerika zu gehen. Doch im 3.Jahr sprach Gott sehr deutlich zu mir, dass ich in meine Heimatstadt und zu meiner Familie gehen sollte. Es enttäuschte mich schon, doch Gott zu gehorchen, war mir wichtiger. Ich kann Gott ja nicht dienen, wenn ich meinen eigenen Willen durchsetze.

Also ging ich nach Bielefeld.

Tja, und dann kommt mein verlorener Purpose,

ich heiratete und bekam 4 Kinder. Diese Ehe hielt nicht und ich war lange Zeit alleinerziehend. Der Traum von der abenteuerlichen Missionarin im fremden Land war geplatzt.

Inzwischen hat sich sehr viel geändert. Die Kinder sind groß. Mein Glaube hat sich verändert. Immer noch glaube ich, dass wer den Namen des Herrn anruft, errettet wird. Aber es sind noch viele andere Informationen dazu gekommen und eine andere Sicht auf die Bibel und die Texte darin. Doch davon an anderer Stelle mehr.

Durch sehr viele dunkle Erfahrungen, begann ich 2005 mit Acryl zu Malen. So konnte ich meine unausgesprochenen Emotionen ausdrücken. Außerdem bereitete es mir sehr viel Freude.

Für circa fünf Jahre trennte ich mich von allen Kirchen und Gemeineden, bis Gott mich erneut zu sich zog. Er kam mit seinem frischen Heiligen Geist und offenbarte sich mir in unbekannter aber überwältigender Weise. Er gab mir von Seinen Gaben und mein Leben bekam wirklich frischen Wind. Auf einmal konnte ich Engel wahrnehmen und der Herr gab mir Visionen und Bilder, die mich beeindruckten.

 

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Außerdem fuhr ich im Jahr 2008 mehr durch „Zufall“ das erste Mal nach Israel. Auch dort erwarteten mich erstaunliche Erlebnisse und Begegnungen. Ich entdeckte die Faszination für die Hebräische Sprache.

Das wurde sehr stark im Jahr 2013 verstärkt, als mein zweiter Mann und ich zur Silvesterfeier bei guten Freunden waren. Ein Gast, der Theologe war, schenkte uns ein Arbeitsbuch mit den Bedeutungen der Hebräischen Wortbilder.

Wir hatten niemals davon gehört. Doch scheinbar war es Schicksal.

Es war auf Englisch geschrieben. aber was wir verstanden, begeisterte uns bereits sehr. Allerdings war es mühsam, dieses Buch zu verstehen. Erstens weil man es von Englisch auf Deutsch übersetzen musste und zweitens, weil es die Hebräische Sprache erklärt, die von rechts nach links geschrieben wird. Das ist praktisch ein Spagat für das Gehirn.

2019 begann ich mit vier Freundinnen dieses Buch durchzuarbeiten. Ich übersetzte für jede Woche einen der 22 Buchstaben und wir sprachen darüber. Um das Wissen zu vertiefen, erfand ich ein Memory Spiel, das wir mit Begeisterung spielten. Weil es so viel Spaß machte, entwarf ich noch ein Brettspiel. Ein Kartenspiel ist bereits in meinem Kopf.

2. Was will ich als Kunstschaffende, Lehrerin für Hebräische Wortbilder und Spiele-Erfinderin bewirken

Studio Image

In diesen hebräischen Wortbildern stecken so viele Geheimnisse. Man kann die Bedeutung der Worte viel besser verstehen und ganz neue Horizonte in die Zeit als die biblischen Texte verfasst wurden, tun sich auf.
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Gott muss der Urheber dieses Sprichwortes sein, sonst hätte Er doch nicht in jedem Buchstaben des hebräischen Alphabets eine Zahl und ein Bild versteckt. (Achtung -Spaß! 😉)
Diese Geheimnisse zu lüften und zugänglich zu machen, ist mein Wunsch. Ich möchte die Hürde, die die Sprachbarriere darstellt, erniedrigen, damit der Zugang erleichtert wird. Durch Gemälde und Gebrauchsgegenstände möchte ich es möglich machen, dieses Wissen in den Alltag zu integrieren. Genau das will ich.

3. Wie will ich das erreichen? Was sind die nächsten Schritte?

Zu dem beschriebenen Zweck werde ich mich weiter mit der Materie auseinandersetzen. Das Memoryspiel wird von mir neugestaltet. Dann möchte ich es natürlich auf den Markt bringen. Ich wünschte mir, dass kleine Kreise von Menschen entstehen, die ebenfalls dieses Thema interessiert. Sei es, dass sie gerne spielen und sprachbegeistert sind, oder sie ihre hebräischen Wurzeln entdecken und gerne mehr darüber wissen möchten. Ich kann mir auch vorstellen, dass die hebräischen Wortbilder sehr gut in christliche Gemeinden passen. Die Hintergründe erklären auch den israelischen Kontext. Der biblische Text wird verständlicher und bildhafter. Sicher ist es auch eine Bereicherung im Kindergottesdienst.

Ein weiteres Projekt ist es ein Buch auf Deutsch über die Buchstaben zu schreiben und herauszubringen. Das dürfte aber noch etwas dauern. Und wer weiß, vielleicht passiert es eines Tages, dass jemand gerne einen Vortrag von mir hören möchte, oder ich einen Online Kurs erstelle. Aber davon bin ich noch nicht so ganz überzeugt. Ich finde den Austausch mit anderen Menschen live viel schöner und befruchtender für beide Seiten.

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Memory Karten von meinem Spiel

Das Spiel wird weiter überarbeitet und dann herausgegeben. Es wird für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet sein. 🙂

4.Was ist mein Vermächtnis?

Die Spiele, das Buch und meine Gemälde, so wie Tassen, auf die ich die Bilder mit den Bedeutungen drucken lasse, werden mein Vermächtnis sein. Ich werde schon längst bei meinem Vater im Himmel sein, während noch irgendjemand in seiner Küche seinen Kaffee aus einer meiner Tassen trinkt und über den Namen Gottes nachdenkt; ja oder er hat diese Tasse von seiner Oma geerbt. Ist das nicht eine schöne Vorstellung? 😉

Ich wünsche mir, dass Menschen zu ihren hebräisch-israelischen Wurzeln zurückfinden und sie wieder entdecken. In der ganzen Bibel wird berichtet, dass Gott sein Volk aufgrund seines Ungehorsams verstoßen hat und es in die ganze Welt zerstreute. Sie haben alles vergessen, Ihre Herkunft, Ihre Wurzeln, wer Gott ist und dass er ihr Vater sein möchte. Aber in dieser Zerstreuung wird Er sie aber wieder aufwecken, zu ihnen sprechen und sie dann sammeln, wenn sie den himmlischen Vater und sich erkennen.

Das steht im Alten wie im neuen Testament. Gott ruft sein Volk, seine Schafe, für die er seinen kostbaren Sohn gegeben hat. Es wäre mir eine Freude, wenn ich dazu beitragen kann, dass so mancher aufwacht und sich seiner Herkunft und Bedeutung bewusstwird. So viele Menschen fühlen sich irgendwie fremd und unpassend im eigenen Land. Vielleicht liegt es daran, dass sie eigentlich ganz woanders hingehören, nämlich zu Israel und ihrem himmlischen Vater.

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